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Foto AG International – Yogja, Indonesien

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Im Rahmen einer Studienreise des Seminars für Arabistik / Islamwissenschaften, an dem ich seit dem Wintersemester 2010/2011 und seit letzten Jahr im Masterstudiengang immatrikuliert bin, habe ich an einer 14-tägigen Exkursion nach Yogjakarta, Indonesien zwischen dem 24.9. – 9.10.2016 teilgenommen. Als ehemaliges Mitglied der FOTO AG möchte ich an dieser Stelle von meinen „fotografischen“ Erfahrungen und Erlebnissen in dieser Stadt berichten.

„Yogja“ wird als die Kulturstadt Indonesien gesehen. Dabei wurde unserer Reisegruppe von Anfang an nicht zu wenig versprochen. Hier trifft alles zusammen – urban & ländlich – Arm & Reich – Einheimische & Touristen – Tradition & Fortschritt – u.v.m. In dieser Stadt ist 24h am Tag ein wildes Treiben; die Mopeds quetschen sich mit lautem Gehupe durch die Lücken des regen Straßenverkehrs, der keinen Regeln zu folgen scheint; und an kleinen Ständen werden am Straßenrand kulinarische Köstlichkeiten verkauft. Für meine Verhältnisse habe ich relativ lange gebraucht um mich an die dortigen Umstände zu gewöhnen, da ich zuvor noch nie in diese Region der Erde gereist bin. Der Lärm, die Massen an Menschen, der Schmutz, das Essen und vor allem das Klima, hat mich am Anfang etwas mitgenommen, als dass ich mich zunächst auf die verhältnismäßig kurze Exkursion einlassen konnte. Doch ein paar Nächte im klimatisierten Zimmer und die Auskundschaftung magenfreundlicher Bistros ließen unsere Gruppe aufatmen, die kurzen zwei Wochen zu genießen.

Während unserer Zeit in Yogja, haben wir uns vormittags meistens an der Islamischen Universität von Yogja aufgehalten und haben an Seminaren und Diskussionsrunden zum Thema „Islam in Indonesien“ teilgenommen – unter dem weitgefassten Thema auch unsere Exkursion stand. Es ging vor allem um die Vielfältigkeit an Religionen und Glaubensrichtungen, die in Indonesien vertreten sind, der Konflikt und Koexistenz dieser Gemeinschaften, die Islamisierung der Gesellschaft und die gegenwärtigen Entwicklungen. Dazu gehörten eine Reihe von Besuchen verschiedener Einrichtungen und Institutionen wie die Islamische Frauenuniversität UNISA, einer islamischen Frühbildungseinrichtung („Pesantren“) für Kinder und der NGO „Interfidei“, welche sich für den intergläubigen Dialog einsetzt.

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Unser Programm war sehr vielfältig – wie Indonesien selbst – weshalb wir sehr gespannt waren was wir am nächsten Tag erleben! Unsere fotografische Kreativität konnte wir vor allem in der fStreetfotografie freien Lauf lassen – viele Stände und Märkte lassen sich bei Tag und Nacht sowie allerorts finden, als auch die Portrait- und Landschaftsfotografie. Ich fande es besonders spannend, Kinder zu fotografieren. Man kann sagen, dass die Indonesier sehr aufgeschlossen reagiert haben, als ich mithilfe eines Locals gefragt habe, ob ich sie bzw. ihre Kinder fotografieren darf. Die älteren Kinder waren auch sehr aufgeregt und haben mich gefragt ob sie als Gegenzug denn auch mit dem Handy ein Selfie machen können. Vor allem als wir in der Pesantren waren und uns hunderte glänzende Augenpaare angelächelt haben um zur „Fotosession“ auf uns zuzustürmen – hatten wir damit nicht gerechnet.

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Indonesien hat auch landschaftlich viel zu bieten – über einsame Dörfer, verwilderten Urwald bis zu Reisterrassen und aktiven Vulkanen kommt ein jeder auf seine Kosten. Nur um diese Orte zu erreichen ist ein Taxi oder ein Mopedführerschein nötig. Die Vielfalt Indonesiens spiegelt sich nicht nur in den lokalen Bräuchen und Sitten sondern noch eindrucksvoller in der jahrhundertealten Architektur der buddhistischen und hinduistischen Tempelanlagen zu Fuße des Vulkans wieder. Viele dieser Bauwerke sind durch die klimatischen Umstände stark beschädigt und die Leute hier sind sehr bemüht diese Schätze zu erhalten. Auch hier gilt es – man darf alles fotografieren, nur nicht klettern.

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Diese zwei Wochen und Yogja als einziges Ziel in dem größten muslimisch-bevölkerten Land der Erde war natürlich kein Maßstab dafür, was es noch alles auf den weiteren Inseln Indonesiens zu entdecken gibt – aber es war ein Anfang für uns als Gruppe aber auch als Einzelperson uns diesem Land etwas zu nähern. Ich empfehle jedem, der Wanderlust empfindet, Yogja auf seine Liste zu nehmen wenn er ein sehr buntes und herzliches Land erleben möchte.

Weitere Fotos und Impressionen von Indonesien aber auch Irakisch-Kurdistan und Ägypten findet ihr nach und nach auf meinem Reiseblog unter https://lisaquelledocumentary.wordpress.com/.

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